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Pempelfort
Goethe und Gingko biloba
Dieses
Baums Blatt,
der von Osten meinem Garten anvertraut,
giebt geheinem Sinn zu kosten,
wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
das sich in sich selbst getrennt,
sind es zwey die sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?
Solche Fragen zu erwiedern
fand ich wohl den rechten Sinn,
fühlst Du nicht an meinen Liedern,
dass ich eins und doppelt bin?
Auf den 15. September 1815 datiert das an Marianne von Willmar gerichtete
Gedicht. Sie inspirierte Goethe zu diesem Werk und war gleichzeitig Co-Autorin.
Noch heute schenken literarisch bewanderte junge Herren ihrer Herzdame
Schmuck in der symbolhaft bewerteten Form des Gingkoblattes. Zu
den Öffnungszeiten des Goethemuseums...
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